

4.9.2008
Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Die Wärmepumpen arbeiten auf dem Prinzip als Kühlanlagen, das Antriebselement ist ein Spiralkompressor. Die Anlage leitet im Verdampfer Wärme aus der Umgebung ab – somit wird die Umgebung abgekühlt – und übergibt diese mittels Elektroantriebsenergie im Kondensator an die Umgebung mit höherer Temperatur, beispielsweise an das Heizwasser – somit wird die Umgebung erwärmt. Die aus dem Verdampfer in den Kondensator übergebene Wärme wird um die Wärme erhöht, in die im Kompressor die elektrische Antriebsenergie umgewandelt wird. Der Hauptvorteil gegenüber anderen Wärmequellen ist das gute Verhältnis gelieferter und produzierter Energie. Aus 1 kWh entnommenen Strom produziert eine Wärmepumpe 3 bis 4 kWh Wärmeenergie.
Was bedeuten die Begriffe „Luft-Wasser“; „Erde-Wasser“; Wasser-Wasser“?
Diese Begriffe bezeichnen die Systeme der Wärmepumpen. Das erste Wort bezeichnet den Stoff (Flüssigkeit) oder die Umgebung, aus der die Niederpotenzwärme gewonnen wird, beispielsweise die Außenluft, Erde-Boden, Grund- (Brunnen-) oder Technologiewasser. Das zweite Wort bezeichnet den Stoff (Flüssigkeit) oder die Umgebung, in die die Wärme abgegeben wird. Bei Heizungsanlagen handelt es sich meist um das Wasser des Heizsystems und bei Lüftungsanlagen mit Wärmepumpe um die Belüftungsluft.
Was ist der Heizfaktor?
Der Heizfaktor ist das Verhältnis der Heizleistung zur elektrischen Leistungsaufnahme der Wärmepumpe. Der Wert ist immer von den Bedingungen abhängig, unter denen die Wärmepumpe arbeitet, und ist immer größer als 1. Umso höher dieser Wert, umso effektiver die Wärmepumpe.
Wie hoch ist der Geräuschpegel einer Wärmepumpe?
Der Geräuschpegel einer Wärmepumpe kann mit dem Geräuschpegel einer größeren Tiefkühltruhe verglichen werden. Die Werte der Geräuschpegel können Sie über den Hersteller der Wärmepumpen oder ein zertifiziertes Projektierungsbüro erhalten. Solide Hersteller ermöglichen den Interessenten, sich den Geräuschpegel bei Referenzwärmepumpen unter Betrieb anzuhören.
Wird in den Wärmepumpen umweltfreundliches Kühlmittel verwendet?
Ja. Wärmepumpen von PZP arbeiten immer mit umweltfreundlichen und geeigneten Kühlmitteln R 404A, R 407C und R 134a, die kein Chlor enthalten und die Ozonschicht nicht schädigen. Einige Wärmepumpen anderer Marken wurden noch unlängst mit Kühlmittel R22 befüllt, dieses gehört zur Kühlmittelgruppe HCFC. Gemäß der Verordnung Nr. 2037/2000 des Europaparlaments und Europarates vom 29.6. 2000 über Stoffe (Flüssigkeiten), die die Ozonschicht der Erde schädigen (verringern), dürfen seit dem 1.1. 2004 in allen neuen Anlagen keine Kühlmittel HCFC eingesetzt werden, ab dem 1.1. 2010 gilt dieses Verbot auch für den Service und die Wartung und ab dem 1.1. 2015 gilt ein generelles Verbot, Anlagen mit Kühlmittel HCFC zu befüllen.
Bei welchen Außentemperaturen können Wärmepumpen von PZP „Luft-Wasser“ arbeiten?
Wärmepumpen „Luft-Wasser“ können bei Außentemperaturen von bis zu –20 °C sehr effektiv arbeiten, und zwar, wenn es sich um ein Heizsystem mit Heizkörpern behandelt und bei bis zu –25 °C bei Fußboden- oder Wandheizungen.
Belästigen Außenanlagen der Wärmepumpen „Luft-Wasser“ mit dem Geräuschpegel die Nachbarn?
Die Außenanlagen werden mit ultraleisen Ventilatoren ausgestattet, allerdings produzieren diese auch bestimmte aerodynamische Geräusche. Der Geräuschpegel der Außenanlagen kann durch die Wahl einer geeigneten Stelle (Platzierung) gemindert werden, der Projektant oder das autorisierte Montageunternehmen empfehlen solche Stellen. Zusätzlich arbeiten die Ventilatoren mit einer zweistufigen Drehzahleinstellung, mit der der Geräuschpegel bei Nachtbetrieb weiter gesenkt werden kann.
Kann man in einem bestehenden Heizsystem eine Wärmepumpe einsetzen (verwenden)?
Ja, sofern das bestehende Heizsystem bei einer Wasserrücklauftemperatur zu den Heizkörpern von ca. 50 °C in der Lage ist, das Objekt auf die gewünschte Temperatur zu erwärmen (aufzuheizen). Das kann man am besten mit Messungen an den kältesten Tagen feststellen. Einzelne konkrete Fälle empfehlen wir mit dem Projektanten zu konsultieren. Heizsysteme mit Eigengefälle, meist überdimensionierte Heizanlagen, entsprechen in der Regel den Anforderungen der Wärmepumpen.
Sind in Wärmepumpen eher geeignet für Heizsysteme mit Heizkörpern oder eher für Fußbodenheizungen?
In beiden Fällen senken die Wärmepumpen die Heizkosten stark, in der Regel im zweistelligen Prozentbereich. In Kombination mit Fußboden- oder Wandheizungen, die mit geringeren Temperaturen arbeiten, erreichen Wärmepumpen einen höheren Energieaffekt und somit werden auch mehr Heizkosten eingespart.
Muss man einen Speicherbehälter einbauen?
Speicherbehälter müssen dann eingesetzt werden, wenn das ein Heizsystem ein zu geringes Volumen aufweist oder dann, wenn die Heizkörper mit thermostatischen Ventilen ausgestattet sind. Auch bei Wärmepumpen „Luft-Wasser“, wo der Außenverdampfer durch Reservierung des Kreislaufes abgetaut wird, müssen Speicherbehälter eingesetzt werden. Ob ein Speicherbehälter eingebaut werden muss, darüber entscheidet der Projektant der Heizungsanlage.
Wozu dient eigentlich ein Speicherbehälter?
Ein Speicherbehälter vergrößert das Wasservolumen im Heizsystem, somit wird bei Leistungsüberschuss die Anzahl der Schaltvorgänge der Wärmepumpen verringert. Dient des Weiteren als thermohydraulischer Verteiler - ermöglicht einen konstanten Durchfluss durch die Wärmepumpe und einem variablen Durchfluss durch das Heizsystem. Dient bei Wärmepumpen „Luft-Wasser“, die zum Abtauen des Verdampfers durch Reservierung des Kühlkreislaufes genutzt werden, als Wärmespeicher. Der Speicherbehälter ist für einen problemlosen Betrieb der Heizsysteme mit Wärmepumpe sehr wichtig.
Kann ich einen Gaskessel als Zusatzwärmequelle verwenden?
Ja. Der Anschluss an Heizsysteme mit Wärmepumpe ist allerdings mit dem Hersteller der Wärmepumpen bzw. mit dem Projektanten zu besprechen.
Sollte ich mich für eine Wärmepumpe „Erde-Wasser“ entscheiden, wird das Unternehmen PZP KOMPLET a.s. für mich eine Bohrung erstellen oder Erdkollektoren verlegen?
Ja, Unternehmen PZP KOMPLET a.s. arbeitet mit zertifizierten Projektierungsbüros und Montageunternehmen zusammen.
Ist das Unternehmen PZP KOMPLET a.s. Hersteller von Wärmepumpen oder nur eine Handelsgesellschaft?
Das Unternehmen PZP KOMPLET a.s. ist es ein tschechischer Hersteller von Wärmepumpen. Einige Komponenten der Wärmepumpen stammen allerdings von renommierten Herstellern, wie etwa: Kompressor COPELAND, Edelstahlplattentauscher SWEP, Axialventilatoren ZIEHL-ABEGG.
Arbeitet das Unternehmen PZP KOMPLET a.s. für mich ein Projekt des Heizsystems aus und kann das Unternehmen die Heizung auch installieren?
Ja, das Unternehmen PZP KOMPLET a.s. arbeitet mit zertifizierten Projektierungsbüros und Montageunternehmen zusammen, diese arbeiten ein komplettes Projekt der Heizung mit Wärmepumpe aus und installieren auch die Heizungsanlage.
Kann ich einen unweit gelegenen Bach oder Teich als Wärmequelle für die Wärmepumpe nutzen?
In der Regel empfehlen wir diese Verbindung nicht, denn das Wasser in einem Bach oder einem Teich ist im Winter nicht ausreichend warm, um direkt im Verdampfer der Wärmepumpe weiter abgekühlt werden zu können. Die Niederpotenzwärme muss über einen eingefügten Kreislauf mit Frostschutzmittel wie bei den Systemen „Erde-Wasser“ abgeleitet werden. Konkrete Fälle empfehlen wir mit dem Hersteller der Wärmepumpen oder einem zertifizierten Projektierungsbüro zu besprechen.
Warum muss ich bei einer Wärmepumpe „Wasser-Wasser“ zwei Brunnen nutzen?
Wird Grundwasser als Wärmequelle für die Wärmepumpe verwendet, so benötigen wir eine große Wassermenge. Das abgekühlte Grundwasser muss zurück in den Untergrund abgeleitet werden, um nicht als minderwertiges Oberflächenwasser abgelassen zu werden und auch damit das Gleichgewicht des Grundwassers erhalten bleibt.
Kann ich einen vorhandenen Brunnen für die Wärmepumpe „Wasser-Wasser“ nutzen?
Ja, sofern im Brunnen ausreichend Wasser vorhanden ist, wenn die Temperatur den Anforderungen des Herstellers entspricht (die Werte finden Sie in den Projektunterlagen und Prospekten) und wenn ein Sickerbrunnen errichtet wird.
Kann ich einen Erdkollektor oder Bohrungen unter dem Haus platzieren?
Das Platzieren von Bohrungen und Kollektoren in Nähe von Gebäudefundamenten und Versorgungsnetzen wird nicht empfohlen, da es im Untergrund durch Frosteinwirkungen bei Wärmeentnahme zu Bewegungen kommen kann.
Welche Entfernungen der Bohrungen vom Haus werden empfohlen?
Bohrungen und nicht gedämmte Leitungen der Erdkollektoren sollten mindestens in einem Abstand von 4 m von den Gebäudefundamenten und Versorgungsnetzen verlegt werden. Sollten sich die Leitungen des Primärkreislaufes mit den Versorgungsnetzen und den Gebäudefundamenten kreuzen, so ist eine Wärmedämmung erforderlich. Die Leitungen des Primärkreislaufes sollten auch bei Durchgängen in das Objekt gedämmt werden.
Wie groß sollte der Mindestabstand zwischen einzelnen Erdbohrungen sein, damit die Leistung nicht gesenkt wird?
Abstände zwischen den Bohrungen für Wärmepumpen = 10 % der Länge.
Welche Ansprüche auf die Platzierung der Außenanlage gelten bei Wärmepumpen „Luft-Wasser“?
Die Außenanlage wird in Nähe des beheizten Objekts im Freien platziert. Die Installation und auch die Außengestaltungen sind so zu wählen, damit die Luft ungehindert über den Verdampfer strömen kann. Des Weiteren ist sicherzustellen, dass das am Verdampfer ständig ablaufende kondensierende Wasser oder abtauender Reif frei abläuft. Das ablaufende Kondensat oder der abtauende Reif dürfen keine „Unannehmlichkeiten“ verursachen. Technisch wird die Außenanlage auf Fundamentstreifen, befestigte Flächen oder auf am Objekt befestigten Konsolen verlegt. Als Entfernung von der Innenanlage werden max. 10 m empfohlen, gemessen wird die Länge der Kühlleitung. Andere Fälle sind mit dem Hersteller zu besprechen. Der Projektant oder das autorisierte Montageunternehmen empfehlen einen Platz für die Außenanlage.
Welchen Schutzschalter benötige ich für eine Wärmepumpe?
In diesem Fall hängt es nicht nur von der maximalen Leistungsaufnahme der Wärmepumpe ab, sondern auch von der maximalen Leistungsaufnahme des Elektrokessels, der als Zusatzquelle dient, in der Regel auch als 100 %-tige Reserve der Heizleistung. Konkrete Fälle empfehlen wir mit dem Hersteller der Wärmepumpen oder einem zertifizierten Projektierungsbüro zu besprechen.
Wie hoch ist die Lebensdauer einer Wärmepumpe?
Die Lebensdauer einer Wärmepumpe von PZP wird auf 25 bis 30 Jahre geschätzt. Die Lebensdauer wird von der Lebensdauer der am meisten belasteten Teile der Wärmepumpe abgeleitet, also Kompressor. Das Unternehmen COPELAND setzt bei dem Spiralkompressor (SCROLL), auch dank der Konstruktion, eine Lebensdauer des 2- bis 2,5-fachen eines Kolbenkompressors vergleichbarer Leistung voraus (die durchschnittliche Lebensdauer eines Kolbenkompressors wurde in der Praxis auf 15 Jahre geschätzt).
Welche Garantien bieten Sie für die Wärmepumpen?
Die Garantiezeit für eine Wärmepumpe beträgt 5 Jahre.
Kann eine Wärmepumpe auch das ganze Jahr über genutzt werden, beispielsweise für die Warmnutzwasseraufbereitung?
Ja. Das für einen ganzjährigen Einsatz am besten geeignete System ist „Luft-Wasser“, das im Gegensatz zu den Systemen „Erde-Wasser“ keine Stillstandzeiten erfordert, damit sich die Kollektoren oder Bohrungen regenerieren können. Das System arbeitet darüber hinaus in Übergangszeiten und im Sommer mit besseren Bedingungen - die Luft hat eine höhere Temperatur als ein unzureichend regenerierter Kollektor oder eine Thermobohrung.
Kann ich mit einer Wärmepumpe das Wasser in einem Schwimmbecken erwärmen?
Ja. Der Einsatz von Wärmepumpen für die Erwärmung von Wasser in Schwimmbecken bringt wegen den geringen Differenzen der Arbeitstemperaturen viele Vorteile mit sich. Hier erreichen Wärmepumpen sehr gut sichtbare Energieeffekte. Die am besten geeignete Wärmepumpe für die Erwärmung von Wasser in Schwimmbecken ist das System „Erde-Wasser“, die Begründung finden Sie in der letzten Antwort.
Welche Einsparungen kann man bei dem Einsatz einer Wärmepumpe erzielen?
Bei dem Einsatz von Wärmepumpen in bivalentem Anschluss liegen die Energieeinsparungen (beispielsweise im Vergleich zu Heizungen mit einem Elektrokessel) bei 65 %.