

- ein Heizsystem mit Wärmepumpe wird in den meisten Fällen so entworfen, damit die Wärmepumpe die gesamte erforderliche Heizleistung bei niedrigster Temperatur (Berechnungstemperatur) der Außenluft (die sog. einwertige Ausführung) deckt, da dies ansonsten unnötig groß und investitionstechnisch zu kostenintensiv wäre. Optimal ist die Lösung des so genannten bivalenten Heizsystems. Die Wärmepumpe wird so entworfen , dass diese in der Lage ist, allein die Heizleistung bis zu einer bestimmten Außentemperatur zu decken, z. B. bis zu 0° C bis -5 °C (sog. bivalente Temperaturen) und bei niedrigeren Temperaturen wird die Wärmepumpe von einer weiteren Wärmequelle "unterstützt", z. B. durch eine Elektrozusatzheizung. Da die Heizsaison mit niedrigen Temperaturen, wo eine höhere Heizleistung als die, die die Wärmepumpe liefern kann, benötigt wird, relativ kurz ist, beteiligt sich die zweite Quelle an der Deckung des gesamten Heizwärmebedarfs mit weniger als zehn Prozent. Mit einem solch konzipierten System wird ein optimales Verhältnis zwischen den Anschaffungs- und Betriebskosten erreicht und es können etwa bis zu 65 % gezahlter Heizenergie eingespart werden. Bei der bivalenten Lösung wird die Wärmepumpe in der Regel auf 50 bis 75 % der erforderlichen Heizleistung dimensioniert.