

Luft, Erde und Wasser – die wichtigsten Bestandteile unseres Lebens. Diese können in Zukunft für uns noch mehr bedeuten. Sie sind nämlich, ohne dass wir uns dessen bewusst werden, Quellen mit großen Energiemengen. Die Wärme aus dem natürlichen Bereich ist wegen ger geringen Temperatur auf konventionelle Weise nicht nutzbar. Dabei ist bereits seit mehr als einhundert Jahren bekannt, wie diese Wärme zweckdienlich genutzt werden kann. Und zwar mit Wärmepumpen, die, allerdings erst mit steigenden Energiepreisen und auch dank der Generationssprünge in der Entwicklung der Komponenten, an Bedeutung gewannen. Vor allem seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts setzen sich Wärmepumpen immer mehr durch. Wärmepumpen können die ansonsten nicht genutzte Wärme aus natürlicher Umgebung entnehmen und mit Hilfe von Strom in Wärme zum Heizen, für Warmwasseraufbereitung und zu weiteren Zwecke umwandeln. Das alles wirtschaftlich und vor allem bei Systemen, die Wärmeenergie aus der Luft beziehen, unschädlich für die Umwelt.
Aus dem Prinzip der Wärmepumpen ergibt sich, dass die Heizleistung immer größer ist als die elektrische Leistungsaufnahme. Das Verhältnis der Heizleistung zur elektrischen Leistungsaufnahme, d. h. Heizfaktor, ist immer größer als eins. Als Richtwert können wir die 3 nehmen. Setzen wir nun Wärmepumpen als Wärmequellen zum Heizen oder für die Warmwasseraufbereitung ein, so bedeutet das, dass die Wärmepumpen aus 1 kWh entnommenen Strom etwa 3 kWh Wärmeenergie „produzieren“, unter geeigneten Bedingungen auch mehr. Somit sinkt der Energieverbrauch stark und die Betriebskosten zum Heizen, für Warmwasseraufbereitung und auch die Gesamtenergiekosten im beheizten Objekt. fallen entsprechend. Die Energievorteile der Wärmepumpen, dargestellt im Heizfaktor, steigen, umso höher die Temperatur der natürlichen Quelle ist und die Wärmepumpen mit niedrigerer Temperatur des Heizmediums arbeiten.
Verunreinigungen der Umwelt und zu wenige primäre Energiequellen werden momentan zu gesamtgesellschaftlichen Themen, denen wir immer mehr Aufmerksamkeit schenken. Jeder, der den Energieaufwand seines Hauses senkt, beeinflusst positiv die negativen Begleiterscheinungen. Gerade die Wärmepumpen bieten eine Möglichkeit, wie man dies erreichen kann. Wärmepumpen, im Vergleich zu klassischen Wärmequellen wie z. B. Kessel für fossile Brennstoffe, Erdgas oder Heizöl, schonen die primären Energiequellen und senken direkt oder indirekt den Ausstoß schädlicher Emissionen. Dabei senken die Wärmepumpen auch die Wärmebelastung und damit die Umweltbelastung, die eine Begleiterscheinung beim Heizen ist. Die Entscheidung für eine Wärmepumpe bringt also nicht nur wirtschaftliche Vorteile mit sich, sondern schont auch unsere Umwelt.